Dörken MKS bietet Plattform für kritischen Dialog

Datum:

30.04.2018

Ort:

Herdecke, Deutschland

Thema:

MBN 10544

Beschreibung:

Die neue Norm „MBN 10544“ ist derzeit eine sensible und stark diskutierte Thematik in der Automobilindustrie. Das liegt daran, dass aktuelle Daimler-Vorgaben vorsehen, dass Schrauben gegen Stahl geprüft werden, obwohl die Praxis anders aussieht: Der Großteil der Schrauben wird gegen Aluminium oder KTL verschraubt. Diesen Fakt hat Daimler zum Gegenstand genommen, um eine neue Norm – MBN 10544 – zu entwickeln. Daraus resultieren nun aber für Beschichter, Schrauben- sowie Chemiehersteller erheblich umfangreichere Prüfungen. Insgesamt fünf Mal sollen Schrauben auf je drei Oberflächen – Aluminium, KTL und Stahl – angezogen werden und bei fünf Schrauben die Gewinde-, Kopf- und Gesamtreibung in einem vorgegebenen Toleranzband liegen. Ein Aufwand, der sich neben der zeitlichen Komponente auch im finanziellen Bereich widerspiegelt.

In einem von Dörken MKS organisierten Workshop Ende April konnte Dr. Akramullah Aminy, KTO-Team (Kleinteile-Optimierung) Daimler, die neuen Anforderungen der Norm detailliert erläutern. Unter der Flagge des CORROSION COLLEGE folgten knapp 100 Teilnehmer der Einladung der Korrosionsexperten.

Dabei kamen sie in den Genuss eines abwechslungsreichen und kontroversen Workshops, bei dem sie nicht nur die Möglichkeit hatten mit einem Daimler-Vertreter zu diskutieren, sondern auch mit einer Vertreterin des Deutschen Schraubenverbands, Andrea Eberhard. Dank Dörken MKS-Experten Michael Stähler wurde zudem das Grundlagenwissen zu Reibungszahlen und Entwicklung von Spezifikationen im Automobilbereich und zu Erfahrungen aus der praktischen Anwendung der neuen Norm aufgefrischt.

Zum krönenden Abschluss gab es eine angeregte Diskussion, die Geschäftsführer Dr. Stefan Beyer vom Deutschen Schraubenverband leitete. Dabei beantwortete Dr. Aminy die kritischen Fragen und Anmerkungen der Teilnehmer, die gleichzeitig in einen regen Austausch kamen.

Insgesamt wurde der Workshop von allen Beteiligten mehr als gut aufgenommen. Besonders die Möglichkeit miteinander in den Dialog zu treten und über die Folgen der Norm zu diskutieren wurde positiv hervorgehoben. „Dank des sehr gemischten Teilnehmerkreises gab es viele interessante Diskussionsbeiträge“, resümierte ein Teilnehmer.