Dörken MKS in VW Norm TL 180

Datum:

23.03.2017

Ort:

Herdecke

Thema:

Beschichtungen erster Klasse: Schwarze Zinklamellensysteme von Dörken MKS in VW Norm TL 180 aufgenommen

Beschreibung:

Ob Chassis, Motorraum oder Achsbereich: In einem Kleinwagen befinden sich überall Schrauben – insgesamt über 1200. Jede einzelne Schraube erfüllt eine wichtige Aufgabe und trägt dazu bei, dass die unterschiedlichen Bauteile fest miteinander verbunden sind – so wird letztendlich gewährleistet, dass das Fahrzeug im Alltagseinsatz auf unseren Straßen dauerhaft funktionstüchtig und sicher bleibt.

Alles dreht sich um Verschraubungen

Was eine Schraube alles leisten muss, um in einem Auto zum Einsatz zu kommen? So einiges. Was genau, legen die Hersteller in werksinternen Spezifikationen bzw. Normen im Detail fest. Darin steht zum Beispiel, für welche Bauteil-Verschraubung welche Schrauben genutzt und mit welchem Drehmoment – also welcher Kraft – diese Schrauben beim Verbau vom jeweiligen Montage-Roboter angezogen werden darf, damit sie langfristig sicher und fest sitzt. Auch die erforderliche Oberflächenbeschichtung der verschiedenen Schrauben – schwarz oder silbern – wird darin genau aufgeführt. Die detaillierten Anforderungen für „Verschraubungselemente mit hoher Korrosionsbelastung“ werden beim Autohersteller Volkswagen in der sogenannten Norm „TL 180“ festgelegt. Darin geht es speziell um Schrauben, die im Frontteil des Autos und in der Tür zum Einsatz kommen.

Der steinige Weg in die VW Norm

Als Korrosionsschutz-Spezialist lag die große Herausforderung für Dörken MKS nun darin, für die in Volkswagen-Fahrzeugen verbauten Schrauben eine leistungsfähige Oberflächen-beschichtung zu entwickeln, die alle Anforderungen der Norm TL 180 erfüllt und dabei eine schwarze Optik aufweist. Was gar nicht so einfach ist. Warum? Bisher basierten schwarze Zinklamellenbeschichtungen auf organischen Topcoats – also einem Überzug auf Epoxidbasis. Problem dabei: Diese verändern mit steigenden Temperaturen ihre Eigenschaften. In der neuen TL 180 von VW nehmen daher die Tests zum sogenannten Warmlöseverhalten einen wichtigen Stellenwert ein. Diese werden durchgeführt, um sicherzustellen, dass sich die Schraube zum Beispiel bei Temperaturanstieg im Motorraum nicht von alleine löst. Der Test läuft wie folgt ab: Die beschichteten Schrauben werden in einem Stahlblock verschraubt und auf 150 Grad erhitzt. Danach wird gemessen, wie sich die Schrauben beim Losdrehen verhalten. Hier sind Werte von µtotal 0,06 zu erfüllen, um den Test in puncto Warmlöseverhalten zu bestehen. Und die neuen Zinklamellensysteme von Dörken MKS haben dies im Rahmen umfangreicher Tests geschafft.

Dauerhafte und gleichmäßige schwarze Optik

Dank eines speziellen anorganischen Topcoats erfüllen die Dörken Zinklamellensysteme die Anforderungen an das Warmlöseverhalten. Zusätzlich gewährleisten sie eine dauerhafte und gleichmäßige schwarze Oberflächen-Optik. Und gerade dies wird in der Automobilindustrie explizit gefordert. Warum? Ganz einfach: Wegen des Designs. Schwarze Schrauben werden gegen eine schwarze Komponente verschraubt – so fallen die Schrauben nicht auf und sind nahezu unsichtbar.

Auch Verschraubbarkeit und Korrosionsschutz erfüllt

Doch das ist längst nicht alles. Um den Sprung in die VW Norm zu schaffen, mussten die Zinklamellensysteme ihre Leistungsfähigkeit in weiteren Tests nachweisen – zum Beispiel wurde die Verschraubarkeit geprüft. Auch hierbei liegt die Messlatte („Soll-Wert“) äußerst hoch, denn in der Funktionsprüfung werden die Schrauben 2-mal gegen Aluminium und 5-mal gegen eine KTL (Kathodische Tauchlackierung) verschraubt. Und das, obwohl beim eigentlichen Verbau nur 1-mal verschraubt wird. Man will also wirklich sicher gehen, dass die Schrauben auch nach mehrmaligem Lösen immer noch sicher halten. Da die Schrauben auch im laufenden Fahrzeugbetrieb sehr hohen Belastungen ausgesetzt sind, müssen sie darüber hinaus einen dauerhaften und hochleistungsfähigen Korrosionsschutz aufweisen. Auch hier konnten die Zinklamellenbeschichtungen von Dörken MKS überzeugen: Dank ihrer Weißrost-Beständigkeit von 240 h nach Salzsprühtest, der hohen Rotrost-Beständigkeit sowie ihrer Medienbeständigkeit sorgen sie dafür, dass die Schrauben nicht rosten bzw. durch Rost zerstört werden. So tragen sie dazu bei, eine dauerhafte Funktion und einen fehlerfreien Betrieb des Fahrzeugs zu sichern.

Ziel erreicht: Qualifikation geschafft!

Beim abschließenden Verschraubungsversuch im VW-Werk wurden die von Dörken MKS entwickelten Zinklamellensysteme schließlich positiv getestet und in die Spezifikation TL 180 aufgenommen.

Spec1