Login

Automotive

Die Automobil-Märkte sind mehr denn je bestimmt von einem enormen Kostendruck. Gleichzeitig müssen alle eingesetzten Fahrzeugteile sehr hohen Sicherheitsstandards genügen und weltweit jederzeit in höchster Qualität verfügbar sein. Vor diesem Hintergrund spielt der Korrosionsschutz der im Fahrzeug verbauten Teile eine wichtige Rolle. Von Schrauben über Chassis-Komponenten bis hin zu Motorträgern: Jedes einzelne Bauteil benötigt eine spezielle, genau auf die Anforderungen abgestimmte Beschichtung, um die strengen Automobil-Spezifikationen der nationalen und internationalen OEMs zu erfüllen.

Ihr Ansprechpartner
Tobias Thomma
Tel.: +49 2330 9134060
Kontaktieren
Ihr Ansprechpartner
Tobias Thomma
Tel.: +49 2330 9134060
Kontaktieren

Umfassendes Korrosionsschutz-Spektrum

Chassis, Motorraum oder Interieur: In und an Pkw sind Teile unterschiedlichster Materialien verbaut, die je nach Anwendung zahlreiche Anforderungen in puncto Korrosionsschutz erfüllen müssen. Während die Beschichtungssysteme für Bauteile im Innenraum neben dem Schutz vor Korrosion weitere funktionale Kriterien wie zum Beispiel Gleiteigenschaften gewährleisten müssen, sind bei Teilen im Motorraum neben der notwendigen sehr hohen Korrosionsschutzleistung auch Faktoren wie eine prozesssichere Verschraubung und die immer häufigere Verwendung hochfester Stähle zu berücksichtigen.

Chassis

Extremen Belastungen ausgesetzt

Chassis-Bauteile sind extremen statischen wie dynamischen Belastungen ausgesetzt. Hinzu kommen mechanische Einwirkungen wie Steinschläge. Um den geforderten, sehr hohen Korrosionsschutz und somit eine lange Nutzungsdauer sicherzustellen, sind besonders widerstandsfähige Beschichtungssysteme notwendig. Auch spezielle Anforderungen wie die sichere Innenbeschichtung von Rohrkonstruktionen können nur individuelle Korrosionsschutzlösungen erfüllen. Nicht zuletzt spielen bei der Wahl des Beschichtungssystems Faktoren wie die Materialstärkenreduzierung zur Gewichtsersparnis eine Rolle.

Motorraum

Vielseitige Lösungen erforderlich

Im Motorraum von Pkw kommen unterschiedlichste Teile zum Einsatz, oftmals auch Paarungen verschiedener, teils hochfester Materialien. Entsprechend vielseitig sind auch die Anforderungen an den Korrosionsschutz. Bei Schrauben kommt es zum Beispiel darauf an, diese mit möglichst dünnen Beschichtungen zu versehen – nur so ist eine leichtgängige Verschraubung gesichert. Je nach Bauteil sind bei der Wahl des Beschichtungssystems auch Kriterien wie Temperaturbeständigkeit, Gleiteigenschaften oder Chemikalienbeständigkeit zu beachten.

Interieur

Funktionale Eigenschaften sichern

Bei der Beschichtung von Bauteilen im Fahrzeug-Innenraum sind die geforderten Korrosionsschutzleistungen in der Regel geringer, dafür müssen die dort eingesetzten Komponenten jedoch zahlreiche funktionale Eigenschaften erfüllen. Zum Beispiel müssen tagtäglich beanspruchte Teile wie Sicherheitsgurtschlösser streng definierte Gleiteigenschaften aufweisen. Auch Anforderungen wie die Vermeidung von Quietschgeräuschen bei Spiral- oder Torsionsfedern und die langfristige Erhaltung der schwarzen Optik von Bauteilen können durch den Einsatz eines geeigneten Korrosionsschutzes erreicht werden.

Fahrwerk

Zur Betriebssicherheit beitragen

Radnaben, Rückhaltefedern, Abdeckbleche: Das Fahrwerk eines Pkw besteht aus vielen unterschiedlichen hochfesten Bauteilen, die im Fahrbetrieb teils hohen Temperaturen und starken mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Ein hochleistungsfähiger Korrosionsschutz trägt hier entscheidend zur Erhaltung der Funktionalität und Betriebssicherheit des Fahrzeugs bei. Darüber hinaus vermeiden moderne Beschichtungssysteme bei der Paarung unterschiedlicher Materialien Kontaktkorrosion, sichern reproduzierbare Verschraubungseigenschaften, sorgen – zum Beispiel bei Druckfedern – für optimale Gleiteigenschaften oder gewährleisten Chemikalienbeständigkeit über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs.

Anforderungen

  • Korrosionsschutz 720 h (z.B. ISO 9227)
  • Farbgebung schwarz oder silber
  • Reibwerte
  • Chemikalienbeständigkeit
  • Steinschlagbeständigkeit
  • Temperaturbeständigkeit

Lösungen

Eine sinnvolle Lösung für Chassis-Bauteile bieten Beschichtungssysteme aus Zinklamellen. Diese lassen sich in vergleichsweise sehr dünnen Schichten bei niedrigen Einbrenntemperaturen applizieren. Weiterer Vorteil: Beim Beschichtungsprozess wird kein Wasserstoff erzeugt und somit ist die Gefahr der durch Wasserstoff induzierten Spannungsrisskorrosion nicht vorhanden – so eignet sich die Zinklamellenbeschichtung auch für hochfeste Stähle der Klassen 10.9 und 12.9. In Kombination mit einem passenden Topcoat wird ein hoher kathodischer Korrosionsschutz sichergestellt – auch nach Steinschlagbelastung. Zusätzlich genügen Zinklamellensysteme auch den Bestimmungen der herstellereigenen Fahrtests und kommen so den steigenden Qualitätsanforderungen der Hersteller nach.

Beispielhafte Komponenten

Hinterachsträger

Der Hinterachsträger verbindet das Fahrwerk mit der Fahrzeug-Karosserie. Da die sicherheitsrelevante Chassis-Komponente ständig starken statischen und dynamischen Belastungen ausgesetzt ist, ist ein sehr widerstandsfähiger und langlebiger Korrosionsschutz erforderlich.

Spurstangenköpfe

Die Spurstangenköpfe sind am Achsschenkel befestigt und stabilisieren die Geradeausfahrt des Fahrzeugs. Dabei sind sie enormen dynamischen Belastungen und teils auch hohen Temperaturen ausgesetzt. Der Schutz gegen Rostbefall ist somit sehr wichtig.

Querstreben

Querstreben sind wichtige Teile der Achsenkonstruktion. Der Korrosionsschutz muss hier neben den allgemeinen Anforderungen vor allem auch eine dauerhafte Steinschlagbeständigkeit sicherstellen.

Anforderungen

  • Korrosionsschutz 720 h (z.B. ISO 9227)
  • Steinschlagbeständigkeit
  • Temperaturbeständigkeit
  • Farbgebung silber oder schwarz
  • Duktilität
  • Abriebbeständigkeit
  • Reibwerte Verschraubung
  • Chemikalienbeständigkeit

Lösungen

Für den optimalen Korrosionsschutz im Motorraum stehen bei Dörken MKS je nach zu schützendem Bauteil verschiedene Lösungen zur Verfügung: Vom Einsatz reiner Zinklamellensysteme bis hin zur individuellen Kombination verschiedener Basecoats mit einem organischen oder anorganischen Topcoat. Mit vergleichsweise sehr dünnen Schichten lässt sich mit den eigens entwickelten Systemen ein hoher Korrosionsschutz erzielen. Bei Befestigungsmitteln wird damit eine gute Verschraubung gegen unterschiedliche Gegenlagen gewährleistet, während gleichzeitig Kontaktkorrosion wirksam vermieden wird. Ein besonderer Vorteil der Zinklamellenbeschichtung besteht darin, dass es keine applikationsbedingte Wasserstoffversprödung gibt – deswegen sind Zinklamellen bei hochfesten Bauteilen bereits absoluter Standard.

Beispielhafte Komponenten

Federbandschellen

Die Federbandschelle dient zur Sicherung von Schlauchverbindungen und muss je nach Einbauort und Anwendung neben einem hohen Korrosionsschutz bei nur bedingt möglicher Schichtdicke auch funktionale Eigenschaften wie Chemikalienbeständigkeit oder Verklebbarkeit erfüllen.

Verbindungselemente

Verbindungselemente werden im Motorraum in unterschiedlichen Geometrien und Abmessungen zur Verschraubung von Bauteilen genutzt. Beschichtungen für Schrauben und Muttern müssen möglichst dünnschichtig sein und sehr gute Korrosions- und Verschraubungseigenschaften (Reibungszahlen) aufweisen – insbesondere bei der Paarung verschiedener Materialien.

Stahl und Edelstähle

Im Motorraum sind an vielen Stellen Stanzteile, Clipse und Federn aus Stahl und Edelstahl verbaut. Edelstähle müssen neben dem Korrosionsschutz oftmals gute Gleiteigenschaften und einen Schutz vor Kontaktkorrosion aufweisen. Auch bei Stahlbauteilen sind vielfach bestimmte Gleiteigenschaften gefordert.

Anforderungen

  • Korrosionsschutz 96 h (z.B. ISO 9227)
  • Farbgebung schwarz oder silber
  • Gleiteigenschaften
  • Reibwerte
  • Verträglichkeit mit Mikroverkapselung

Lösungen

Je nach zu beschichtendem Bauteil bietet Dörken MKS ein breites Spektrum an Mikroschicht-Korrosionsschutz-Systemen. Bei sehr geringen Anforderungen an den Korrosionsschutz eignet sich oftmals eine Topcoat-Beschichtung mit bestimmten funktionalen Eigenschaften wie Gleit- oder Reibungseigenschaften. Bei anderen Bauteilen können spezielle Systeme bestehend aus einer Zinklamellenbeschichtung und einem Topcoat appliziert werden. Die sehr dünnen Schichten werden bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen eingebrannt. Beim Beschichtungsprozess wird kein Wasserstoff erzeugt und somit besteht keine Gefahr von Spannungsrisskorrosion. Ein weiterer Vorteil der Zinklamellenbeschichtung ist die Trockenschmierung. Der durch die Applikation erzeugte trockene Schmierfilm weist ausgezeichnete Reibungs- und Verschleißeigenschaften auf und sorgt für grifffeste Oberflächen.

Beispielhafte Komponenten

Gurtschloss

Das Gurtschloss dient zur Aufnahme und Sicherung des Sicherheitsgurtsystems. Die Anforderungen an den Korrosionsschutz sind vergleichsweise gering. Jedoch muss die Schutzwirkung auch nach vielfacher Belastung noch gegeben sein. Aufgrund des regelmäßigen Gebrauchs muss das Bauteil außerdem über gute Gleiteigenschaften verfügen.

Spiral-/Torsionsfedern

Diese Rückhaltefedern werden bei klappbaren Rücksitzen eingebaut und stellen sicher, dass sich der Sitz nach dem Einklappen leichtgängig wieder in die Ausgangsposition zurückklappen lässt. Hier sorgt ein geeignetes Beschichtungssystem für die Vermeidung von Quietschgeräuschen – auch nach dauerhafter Belastung.

Raststifte

Als sicherheitsrelevantes Bauteil wird der Raststift im Sitz verbaut. Er sorgt dafür, dass der Sitz im Falle eines Unfalls in der Sitzschienen-Verankerung bleibt. Gleichzeitig soll die Sitzverstellung „reibungslos“ funktionieren. Dieser Kompromiss lässt sich mit einer passenden Gleitbeschichtung mit definiertem Reibwertfenster erreichen.

Anforderungen

  • Korrosionsschutz 720 h (z.B. ISO 9227)
  • Farbgebung schwarz oder silber
  • Reibwerte
  • Chemikalienbeständigkeit
  • Steinschlagbeständigkeit
  • Temperaturbeständigkeit

Lösungen

Zur Herstellung eines leistungsfähigen Korrosionsschutzes bei Bauteilen im Fahrwerk können verschiedenste Beschichtungssysteme zur Anwendung kommen. Neben reinen Zinklamellen-Lösungen bieten sich je nach Anforderung verschiedene Kombinationen aus speziellen Dörken MKS Basecoats und organischen bzw. anorganischen Topcoats an. Bei der Zinklamellenbeschichtung lassen sich bereits mit extrem dünnen Schichten Schutzwirkungen von bis zu 1.000 Stunden gegen Grundmetallkorrosion (Rotrost) nach DIN EN ISO 9227 erreichen. Nicht zuletzt wird die Zinklamellentechnologie bei verhältnismäßig geringen Temperaturen appliziert. Beim Beschichtungsprozess wird kein Wasserstoff erzeugt und somit entsteht keine durch Wasserstoff hervorgerufene Spannungsrisskorrosion.

Beispielhafte Komponenten

Verbindungselemente

Verbindungselemente wie Fahrwerksanbindungen, Schrauben und Muttern kommen im Fahrwerk in verschiedensten Ausführungen und Geometrien zur Anwendung. Beschichtungssysteme tragen dazu bei, die gewünschten Verschraubungseigenschaften zu erreichen und Kontaktkorrosion zu vermeiden.

ABS Zählkränze

ABS Zählkränze sind im Bremsapparat verbaut und müssen beim Bremsvorgang sehr hohen Temperaturen widerstehen. Das Bauteil ist sehr filigran und kann daher nur mit einer sehr dünnen Schicht versehen werden.

Federn im Bremssystem

Im Bremssystem eines Fahrzeugs finden sich unzählige Federn von verschiedener Dimensionierung, Bauart und Funktion. Neben dem wirksamen Korrosionsschutz müssen Beschichtungen hier vor allem auch funktionale Eigenschaften wie Verschleißfestigkeit gewährleisten.

Anforderungsgerechter Korrosionsschutz

Ob Fahrwerk, Motorraum oder Trailer: In und an Lkw sind Bauteile unterschiedlichster Materialien verbaut, die je nach Einsatzbereich wirksam vor korrosiven Einflüssen zu schützen sind. Bei Teilen im Motorraum zum Beispiel sind neben der notwendigen sehr hohen Korrosionsschutzleistung auch Faktoren wie die Temperaturbeständigkeit, die einfache Verschraubung oder die immer häufigere Verwendung hochfester Stähle zu berücksichtigen. Bei Komponenten im Innenraum müssen die eingesetzten Korrosionsschutz-Beschichtungen im Sinne einer langfristigen und nutzerfreundlichen Anwendung auch zusätzliche Funktionen wie gute Gleiteigenschaften gewährleisten.

Chassis

Schutzwirkung bei extremen Einwirkungen

In Lkw-Chassis verbaute Komponenten müssen enormen statischen und dynamischen Beanspruchungen widerstehen. Hinzu kommen plötzliche mechanische Einwirkungen wie Steinschläge. Um die hier geforderten hohen Korrosionsschutz-Anforderungen zu erfüllen und somit eine lange Nutzungsdauer sicherzustellen, sind besonders widerstandsfähige Beschichtungssysteme notwendig. Auch spezielle Erfordernisse wie die sichere und verschraubungsfreundliche Innenbeschichtung von Rohrkonstruktionen lassen sich mit der passenden Korrosionsschutzlösung erfüllen. Nicht zuletzt spielt bei Lkw-Chassis auch die Materialstärkenreduzierung zur Gewichtsersparnis eine Rolle.

Motorraum

Vielfältige Ansprüche an Beschichtungen

Im Motorraum von Trucks bzw. Lkw sind unterschiedlichste Teile verbaut. Dabei kommt es häufig auch zu Paarungen verschiedener, teils hochfester Materialien – zum Beispiel Aluminium und Stahl. Vielfältig sind entsprechend auch die Anforderungen an den Korrosionsschutz. Bei Schrauben geht es zum Beispiel darum, möglichst dünne Beschichtungen zu wählen und somit gute Verschraubungseigenschaften und eine hohe Passgenauigkeit von Gewinden zu erzielen. Je nach Komponente und Einsatzbereich sind bei der Beschichtungswahl auch Temperaturbeständigkeit, Gleiteigenschaften oder Chemikalienbeständigkeit zu beachten.

Interieur

Funktionale Eigenschaften erfüllen

Wenn es um die Beschichtung von Bauteilen im Lkw-Fahrerhaus geht, sind die geforderten Korrosionsschutzleistungen vergleichsweise gering. Stattdessen müssen die verbauten Komponenten jedoch meist vielfältige funktionale Eigenschaften erfüllen. Zum Beispiel müssen hoch beanspruchte Teile wie Sicherheitsgurtschlösser streng definierte Gleiteigenschaften aufweisen. Auch Kriterien wie die Vermeidung von Quietschgeräuschen bei Spiral- oder Torsionsfedern und die dauerhafte Sicherstellung der schwarzen Bauteil-Optik lassen sich durch den Einsatz eines geeigneten Korrosionsschutzsystems erreichen.

Fahrwerk

Langfristige Funktionalität fördern

Radverschraubung, Rückhaltefedern, Abdeckbleche: Die unterschiedlichen, im Fahrwerk eines Lkw verbauten hochfesten Teile sind im Fahrbetrieb teils hohen Temperaturen und starken mechanischen Belastungen ausgesetzt. Um die Funktionalität und Betriebssicherheit des Lkw langfristig zu erhalten und zu sichern, ist hier ein dauerhaft wirksamer Korrosionsschutz erforderlich. Nicht zuletzt verhindern hochleistungsfähige Beschichtungen bei der Paarung unterschiedlicher Materialien Kontaktkorrosion, sichern reproduzierbare Verschraubungseigenschaften und sorgen – zum Beispiel bei Druckfedern – für optimale Gleiteigenschaften. Auch zur Erhaltung der Chemikalienbeständigkeit tragen Korrosionsschutzsysteme entscheidend bei.

Trailer

Dauerhafte Beständigkeit erreichen

Ob Pritschenfahrzeuge, Kofferfahrzeuge oder Kipper: In und an Lkw-Trailern kommen unterschiedlichste Bauteile und Komponenten zum Einsatz. Ein wirksamer Korrosionsschutz der Bauteile trägt dazu bei, die dauerhafte Betriebssicherheit und Funktion des Trailers zu erhalten. Die zum Einsatz kommenden Beschichtungssysteme müssen die Korrosionsbeständigkeit während der gesamten Lebensdauer gewährleisten – auch unter vielfältigen Belastungen wie Steinschlägen, Schmutz, Frost und kontinuierlichen Reinigungszyklen. Nicht zuletzt spielt bei der Wahl der Beschichtung auch der Erhalt einer langfristig beständigen und optisch ansprechenden Oberfläche eine wichtige Rolle.

Anforderungen

  • Korrosionsschutz 480 h (z.B. ISO 9227)
  • Farbgebung silber oder schwarz
  • Gleiteigenschaften
  • Abriebbeständigkeit
  • Reibwerte für Sperrfunktion
  • Chemikalienbeständigkeit
  • Verträglichkeit mit Mikroverkapselung

Lösungen

Zum wirksamen und dauerhaften Schutz von Chassis-Bauteilen vor Korrosion haben sich Beschichtungssysteme aus Zinklamellen bewährt. Diese bestehen aus einem Basecoat und einem Topcoat und lassen sich in vergleichsweise sehr dünnen Schichten bei niedrigen Einbrenntemperaturen applizieren. Da beim Beschichtungsprozess kein Wasserstoff erzeugt wird, kann keine Spannungsrisskorrosion entstehen – aus diesem Grund eignet sich die Zinklamelle besonders für hochfeste Stähle der Klassen 10.9 und 12.9 bzw. ab 1.000 MPa. Die Kombination von Basecoat und passendem Topcoat sorgt für einen hohen kathodischen Korrosionsschutz – auch nach Steinschlagbelastung. Nicht zuletzt erfüllen Zinklamellensysteme die strengen Bestimmungen der herstellereigenen Fahrtests und kommen so den hohen Qualitätsanforderungen der OEMs nach.

Beispielhafte Komponenten

Hinterachsträger

Als sicherheitsrelevante Chassis-Komponente verbindet der Hinterachsträger das Lkw-Fahrwerk mit der Karosserie. Aufgrund der kontinuierlichen statischen und dynamischen Belastungen ist hier ein sehr widerstandsfähiger und langlebiger Korrosionsschutz erforderlich.

Spurstangenköpfe

Befestigt am Achsschenkel, stabilisieren die Spurstangenköpfe die Geradeausfahrt des Fahrzeugs. Da sie sehr hohe dynamische Beanspruchungen aushalten müssen und teils auch hohen Temperaturen ausgesetzt sind, sind diese Bauteile wirksam gegen Rostbefall zu schützen.

Querstreben

Als wichtige Bauteile der Lkw-Achsenkonstruktion sind Querstreben ständigen Belastungen ausgesetzt. Neben einem hohen Korrosionsschutz muss die Beschichtung insbesondere auch eine dauerhafte Steinschlagbeständigkeit ermöglichen.

Radschrauben/Muttern

Radschrauben und Muttern sind sicherheitsrelevante Bauteile. Daher muss auch das gewählte Beschichtungssystem höchste Anforderungen erfüllen. Neben einem leistungsfähigen Korrosionsschutz sind funktionale Eigenschaften wie die Mehrfachverschraubbarkeit mit sehr stabilen Reibwerten zu gewährleisten.

Anforderungen

  • Korrosionsschutz 720 h (z.B. ISO 9227)
  • Steinschlagbeständigkeit
  • Temperaturbeständigkeit
  • Farbgebung silber oder schwarz
  • Duktilität
  • Abriebbeständigkeit
  • Reibwerte Verschraubung
  • Chemikalienbeständigkeit

Lösungen

Je nach Bauteil stellt Dörken für den wirksamen Korrosionsschutz im Motorraum von Trucks bzw. Lkw verschiedene Lösungen bereit: Das Spektrum reicht vom Einsatz reiner Zinklamellensysteme bis hin zur Kombination verschiedener Basecoats mit einem organischen oder anorganischen Topcoat. Vorteil des Systems ist, dass bereits mit sehr geringen Schichten (ab 8 µm) ein im Vergleich zu anderen Lösungen sehr hoher Korrosionsschutz zu gewährleisten ist. Bei Befestigungsmitteln wird so eine gute Verschraubung gegen verschiedene Gegenlagen erreicht. Gleichzeitig lässt sich die Gefahr von Kontaktkorrosion bei der Paarung unterschiedlicher Materialien vermeiden. Weiterer Vorteil der Zinklamellenbeschichtung: Sie verursacht keine applikationsbedingte Wasserstoffversprödung und ist daher bei hochfesten Bauteilen bereits seit langem Standard.

Beispielhafte Komponenten

Federbandschellen

Zur Herstellung von Schlauchverbindungen im Motorraum kommen Federbandschellen zum Einsatz. Diese müssen neben einem hohen Korrosionsschutz bei nur bedingt möglicher Schichtdicke auch funktionale Eigenschaften wie Chemikalienbeständigkeit oder Verklebbarkeit aufweisen.

Verbindungselemente

Verbindungselemente werden in unterschiedlichen Geometrien und Abmessungen zur Verschraubung genutzt. Beschichtungen für Schrauben und Muttern müssen möglichst dünnschichtig sein und sehr gute Korrosions- und Verschraubungseigenschaften (Reibungszahlen) aufweisen – insbesondere bei der Paarung verschiedener Materialien.

Stahl und Edelstähle

Im Lkw-Motorraum sind zahlreiche Stanzteile, Clipse und Federn aus Stahl und Edelstahl vorzufinden. Während Edelstähle neben dem Korrosionsschutz meist gute Gleiteigenschaften und einen Schutz vor Kontaktkorrosion aufweisen müssen, kommt es bei Stahlbauteilen vielfach auf bestimmte Gleiteigenschaften an.

Auspuffverschraubung

Die Schrauben am Lkw-Auspuff sind hohen Temperaturen zwischen 350–500 °C ausgesetzt. Mit einem eigens entwickelten Beschichtungssystem aus Zinklamellen-Basecoat und sehr speziellem Topcoat lässt sich auch bei diesen extremen Bedingungen ein wirksamer Korrosionsschutz gewährleisten.

Anforderungen

  • Korrosionsschutz 96 h (z.B. ISO 9227)
  • Farbgebung schwarz oder silber
  • Gleiteigenschaften
  • Reibwerte
  • Verträglichkeit mit Mikroverkapselung

Lösungen

Dörken MKS bietet eine Reihe von bewährten und leistungsfähigen Mikroschicht-Korrosionsschutz-Systemen für die Beschichtung von Bauteilen im Innenraum von Lkw-Fahrerhäusern. Bei sehr geringen Anforderungen an den Korrosionsschutz eignet sich oftmals eine Topcoat-Beschichtung mit bestimmten funktionalen Eigenschaften wie Gleit- oder Reibungseigenschaften. In anderen Fällen können je nach Teil spezielle Systeme bestehend aus einer Zinklamellen-Basecoat und einem Topcoat appliziert werden. Die sehr dünnen Schichten werden bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen eingebrannt – ohne Wasserstoffversprödung. Ein wichtiger Vorteil der Zinklamellenbeschichtung ist die Trockenschmierung. Der durch die Applikation erzeugte trockene Schmierfilm weist ausgezeichnete Reibungs- und Verschleißeigenschaften auf und sorgt für grifffeste Oberflächen im Innenraum.

Beispielhafte Komponenten

Gurtschloss

Das Gurtschloss dient zur Aufnahme und Sicherung des Sicherheitsgurtsystems. Die Anforderungen an den Korrosionsschutz sind vergleichsweise gering. Jedoch muss die Schutzwirkung auch nach vielfacher Belastung noch gegeben sein. Aufgrund des regelmäßigen Gebrauchs muss das Bauteil außerdem über gute Gleiteigenschaften verfügen.

Clipse

Clipse werden unter anderem in der Konsole des Führerhauses eingesetzt, um Kabelführungen zu befestigen. Da diese häufig aus hochfestem Federstahl gefertigt werden, gilt es bei der Beschichtung, die Gefahr von Wasserstoffversprödung zu vermeiden – hier bietet sich die Zinklamellentechnologie an. Weitere Vorteile sind die dünnen Schichten, die abgestimmt auf die Clipsgeometrie eine gute Haftung ermöglichen, sowie die gute Duktilität – diese ist wichtig, da sich die Klipse beim Verbau öffnen und schließen.

Raststifte

Raststifte sind sicherheitsrelevante Bauteile und werden innerhalb des Sitzes eingebaut. Sie sorgen dafür, dass sich der Sitz bei einem Unfall nicht aus der Sitzschienen-Verankerung löst. Um gleichzeitig auch eine „reibungslose“ Sitzverstellung zu gewährleisten, kann eine passende Gleitbeschichtung mit definiertem Reibwertfenster appliziert werden.

Anforderungen

  • Korrosionsschutz 720 h (z.B. ISO 9227)
  • Farbgebung schwarz oder silber
  • Reibwerte
  • Chemikalienbeständigkeit
  • Steinschlagbeständigkeit
  • Temperaturbeständigkeit

Lösungen

Zur Herstellung einer anforderungsgerechten Schutzwirkung gegen Korrosion können Bauteile im Fahrwerk mit verschiedensten Systemen beschichtet werden. Neben reinen Zinklamellen-Lösungen bieten sich je nach Einsatzbestimmung individuelle Kombinationen aus speziellen Dörken MKS Basecoats und organischen bzw. anorganischen Topcoats an. Bei der Zinklamellenbeschichtung lassen sich bereits mit extrem dünnen Schichten gute Schutzwirkungen von bis zu 1.000 Stunden gegen Grundmetallkorrosion (Rotrost) nach DIN EN ISO 9227 erreichen. Die Applikation erfolgt bei verhältnismäßig geringen Temperaturen ohne Erzeugung von Wasserstoff. Somit entsteht keine Spannungsrisskorrosion. Nicht zuletzt überzeugt die Technologie durch ihren geringen Ressourceneinsatz auch in ökologischer wie ökonomischer Hinsicht.

Beispielhafte Komponenten

Verbindungselemente

Fahrwerksanbindungen, Schrauben und Muttern kommen im Lkw-Fahrwerk in verschiedensten Ausführungen zur Anwendung. Beschichtungssysteme tragen dazu bei, passgenaue Gewinde zu gewährleisten, gute Verschraubungseigenschaften zu erreichen und Kontaktkorrosion zu vermeiden.

ABS Zählkränze

ABS Zählkränze sind im Bremsapparat verbaut und müssen beim Bremsvorgang sehr hohen Temperaturen widerstehen. Das Bauteil ist sehr filigran und kann daher nur mit einer sehr dünnen Schicht versehen werden.

Federn im Bremssystem

Federn finden sich im Lkw-Bremssystem in verschiedener Dimensionierung, Bauart und Funktion. Neben einem langlebigen Korrosionsschutz müssen Beschichtungen hier vor allem auch funktionale Eigenschaften wie Verschleißfestigkeit sicherstellen.

Anforderungen

  • Korrosionsschutz 720 h (z.B. ISO 9227)
  • Farbgebung schwarz oder silber
  • Reibwerte
  • Chemikalienbeständigkeit
  • Steinschlagbeständigkeit

Lösungen

Neben den gängigen Lösungen „Feuerverzinkung“ und „KTL + Pulverlack“ eignen sich zur effizienten Beschichtung von Trailer-Bauteilen auch spezielle Zinklamellensysteme, bestehend aus einem Basecoat und einem organischen bzw. anorganischen Topcoat. Diese bieten bereits mit vergleichsweise sehr dünnen Schichten einen kathodischen Langzeit-Korrosionsschutz und gewährleisten gleichzeitig ein dauerhaft beständiges Erscheinungsbild des Trailers. Da die Zinklamellenbeschichtung bei geringen Einbrenntemperaturen appliziert wird, ist die Gefahr eines Verzugs oder Festigkeitsverlusts der Bauteile durch zu hohe Temperaturen nicht gegeben. Auch ein Nachschneiden bzw. Nacharbeiten von Bohrungen und Gewinden ist durch den extrem dünnen und effizienten Schichtaufbau nicht erforderlich, was insbesondere Verschraubung bzw. Montage deutlich erleichtert.

Beispielhafte Komponenten

Verschraubungen

Schrauben und Muttern werden zum einen zur Befestigung des Rads an der Radaufhängung und zum anderen in der Chassis-Konstruktion eingesetzt. Neben einem dauerhaften Korrosionsschutz muss das Beschichtungssystem hier vor allem gute Verschraubungseigenschaften sicherstellen.

Achsbock

Die Baugruppe Achsbock verbindet das Fahrzeug mit dem Fahrwerk. Die Beschichtungslösung sichert langlebigen Korrosionsschutz und Beständigkeit gegen vielfältige äußere Einflüsse und Belastungen.

Chassis

Die tragenden Strukturbauteile des Trailers wie zum Beispiel Längsträger oder Querverstrebungen bedürfen eines dauerhaften Korrosionsschutzes. Neben den technischen Anforderungen muss das Beschichtungssystem auch dazu beitragen, das optische Erscheinungsbild des Chassis zu wahren.

Kontakt


*Pflichtfelder
Bitte warten. PDF wird generiert!