Login

Bahnindustrie

Ob Schienenfahrzeuge im Güter- und Personalverkehr, Leit- und Sicherungstechnik oder Schieneninfrastruktur: In allen Bereichen der Bahnindustrie sind die Sicherheit sowie die Einhaltung höchster Qualitätsstandards von elementarer Bedeutung. Daher müssen die dort verbauten Stahlkomponenten insbesondere auch in puncto Oberflächenschutz höchste Anforderungen erfüllen. Um durch Korrosion verursachte Schäden und Ausfälle zu vermeiden, die jederzeitige Funktionstüchtigkeit sicherzustellen und gleichzeitig ein langfristig hochwertiges Erscheinungsbild der Bauteile zu gewährleisten, muss die gewählte Beschichtung neben einem leistungsfähigen Korrosionsschutz auch eine dauerhaft hohe Beständigkeit gegen mechanische und chemische Einwirkungen aufweisen.

Ihr Ansprechpartner
Tobias Schmitz
Tel.: +49 2330 9134056
Kontaktieren
Ihr Ansprechpartner
Tobias Schmitz
Tel.: +49 2330 9134056
Kontaktieren

Sicherheit und Nutzungsdauer im Fokus

Allein in Deutschland sind über 41.000 km Schieneninfrastruktur zu bewirtschaften und im Sinne einer dauerhaften Nutzung instandzuhalten. Schäden führen unverzüglich zur Sperrung von Bahnabschnitten und somit zu kostenintensiven Ausfällen im Güter- und Personenverkehr. Daher müssen zur Schienenbefestigung eingesetzte Bauteile wie Spannklemmen und Verbindungselemente je nach Einsatzort – zum Beispiel bei salzhaltiger Luft an der Küste – dauerhaft wirksam gegen Korrosion geschützt werden. Gleichzeitig müssen die gewählten Oberflächenbeschichtungen auch hohen chemischen sowie mechanischen Belastungen wie Steinschlägen standhalten.

Anforderungen

  • Hohe Anforderungen an den Korrosionsschutz (1.440 h nach ISO 9227)
  • Farbliche Applikationen
  • Kosteneinsparung durch den Verzicht von Edelstahl
  • Reinigerbeständigkeit (alkalische sowie saure Reiniger) – Beständigkeit gegenüber in der Bahnindustrie eingesetzte Reiniger
  • Keine Wasserstoffversprödung
  • Chrom(VI)-Freiheit

Lösungen

Einen hochleistungsfähigen Schutz gegen Korrosion sowie mechanische und chemische Einwirkungen auf Bauteile zur Schienenbefestigung bietet die Zinklamellentechnologie. Die Beschichtung besteht aus einem Zinklamellen-Basecoat und einem Topcoat und erreicht mit extrem dünnen Schichten einen sehr guten kathodischen Korrosionsschutz. Dabei findet keine Wasserstoffversprödung statt, was vor allem bei hochfesten Stahlbauteilen die Gefahr von plötzlichem Versagen und teuren Ausfällen minimiert. Darüber hinaus weisen Zinklamellenbeschichtungen eine hohe Beständigkeit gegen aggressive Reinigungsmittel auf. So wird die lang anhaltende Funktionsfähigkeit der Infrastruktur-Bauteile gesichert. Nicht zuletzt bietet die Beschichtung im Bereich der Oberleitungen eine wirtschaftlich und konstruktiv vorteilhafte Alternative zu gängigen Edelstahlverbindungen.

Beispielhafte Komponenten

Spannklemmen

Die Spannklemmen werden zur Schienenbefestigung im Gleis eingesetzt. Die Beschichtung muss neben einer sehr hohen Korrosionsschutzleistung (1.440 Stunden gemäß Salzsprühnebeltest) eine hohe Steinschlagbeständigkeit sicherstellen. Auch die Applikation farblicher Topcoats ist oftmals notwendig.

Verbindungselemente

Verbindungselemente sind je nach Einsatzbestimmung mit einer leistungsfähigen Beschichtung vor korrosiven Einflüssen zu schützen. Hier bietet sich die chrom(VI)-freie Zinklamellentechnologie an. Diese sichert durch die geringen Schichtdicken und die Möglichkeit zur Einstellung individueller Reibungszahlen auch eine gute Verschraubbarkeit und ist beständig gegen alkalische und saure Reiniger.

Funktionsfähigkeit und Optik gewährleisten

Von Verbindungelementen über Nutensteine bis hin zu Sicherungsscheiben: In und an Schienenfahrzeugen kommen unzählige Bauteile zum Einsatz. Um diese dauerhaft vor Korrosion zu schützen und optische Beeinträchtigungen durch Rotrost zu verhindern, ist ein leistungsfähiger Oberflächenschutz erforderlich. Darüber hinaus müssen insbesondere die im Außenbereich verwendeten Beschichtungssysteme eine hohe Beständigkeit gegen aggressive alkalische oder saure Reiniger aufweisen, die oftmals zur Beseitigung von Graffitis verwendet werden. Im Sinne einer hochwertigen Optik ist auch die Möglichkeit der farblichen Gestaltung eine wichtige Anforderung an das Beschichtungssystem.

Anforderungen

  • Hohe Anforderungen an den Korrosionsschutz (1.440 h nach ISO 9227)
  • Reinigerbeständigkeit (alkalische sowie saure Reiniger) – Beständigkeit gegenüber in der Bahnindustrie eingesetzte Reiniger
  • Lehrenhaltigkeit (eingestelltes Reibungszahlfenster)
  • Keine Wasserstoffversprödung
  • Chrom(VI)-Freiheit

Lösungen

Um der Bildung von Korrosion entgegenzuwirken, werden Stahlbauteile im Innen- und Außenbereich von Schienenfahrzeugen meist lackiert, gepulvert oder galvanisch behandelt. Als wirtschaftliche Alternative dazu bieten sich Zinklamellensysteme an. Diese bestehen aus zwei Schichten – einem Zinklamellen-Basecoat und einem individuellen Topcoat, der auch farblich gestaltet werden kann. Das System ermöglicht bereits mit extrem dünnen Schichten eine sehr gute Schutzwirkung. Gleichzeitig sichern die geringen Schichtdicken sowie individuell einstellbare Reibungszahlen bei Verbindungselementen gute Verschraubungseigenschaften. Die hohe Chemikalienbeständigkeit der Zinklamellenbeschichtung verhindert den vorzeitigen Ausfall von Bauteilen infolge der Einwirkung aggressiver Reinigungsmittel. So trägt der Oberflächenschutz dazu bei, die Fahrzeug-Lebensdauer zu verlängern und die Funktionsfähigkeit sichern.

Beispielhafte Komponenten

Verbindungselemente

Die verwendeten Verbindungselemente müssen je nach Anwendung mit einem chrom(VI)-freien Korrosionsschutz von 480–1.440 Stunden gemäß Salzsprühnebeltest beschichtet werden. Gleichzeitig muss die Beschichtung gute Verschraubungseigenschaften und eine dauerhaft hohe Beständigkeit gegen alkalische und saure Reiniger gewährleisten.

Nutensteine

Nutensteine sichern in der Nut ein Widerlager für die Schrauben und werden in der Regel aus Edelstahl gefertigt. Durch die Beschichtung mit einem speziellen Topcoat lassen sich die geforderten Reibungszahlen sowie eine sehr gute Verschraubbarkeit erreichen.

Sicherungsscheibe

Sicherungsscheiben kommen in Schienenfahrzeugen in unterschiedlichsten Dimensionen und Ausführungen zum Einsatz und sichern Schraubverbindungen durch Klemmkraft anstelle von Reibung gegen Losbrechen. Sie müssen eine hohe Korrosionsschutzleistung (720 Stunden gemäß Salzsprühnebeltest) aufweisen.

Kontakt


*Pflichtfelder
Bitte warten. PDF wird generiert!