Mit zwei neuen Topcoats auf der O&S

Datum:

23.06.2012

Ort:

Herdecke

Thema:

Mit zwei neuen Topcoats auf der O&S

Beschreibung:

Delta-Protekt® VH 301.1 GZ bietet opti­mierte Verschrau­bungs­eigen­schaften im Verbau gegen Bau­­teile aus Alu­minium oder gegen KTL-be­schichtete Ober­flächen. / Delta-Lube® 10 wurde als Nachschmierung für groß di­men­sionierte Gewindeteile entwickelt, die mit auto­ma­ti­schen Schraub­systemen verbaut werden. Zwei neue Topcoats für besondere Anwendungsfälle stellte die Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG, Herdecke, auf der „O&S – Internationale Fach­messe für Ober­flächen und Schichten“ in Stuttgart vor. Mit Delta-Protekt® VH 301.1 GZ präsentierte das Unternehmen eine Weiterent­wicklung der silikatischen Versiegelung mit in­teg­riertem Schmiermittel. Sie bietet opti­mierte Verschrau­bungs­eigenschaften im Verbau gegen Bau­­teile aus Alu­minium oder gegen KTL-beschichtete Ober­flächen und setzt technolo­gisch neue Maß­stäbe, was die Erfüllung höchster Anfor­de­­rungen der deutschen Auto­mo­bil­­her­steller an die Ober­flächen von Schrauben im Karosse­rie- und Moto­renbau anbelangt. Das ebenfalls in Stuttgart vorgestellte Delta-Lube® 10 ist eine speziell auf die MKS-Systeme ab­gestimmte Nach­schmierung mit multifunk­tio­nalen Eigen­schaften für groß dimensionierte Gewindeteile im Nutz­fahrzeugbau. Keine Chance für Stick-Slip-Effekte
Bei der Umstellung von Chrom(VI)-haltigen auf Chrom (VI)-­freie Oberflächen kam es in der Vergangenheit zu Problemen beim Verbau gegen KTL-beschichtete Bau­teile, die in der Prüfvorschrift VDA 235-203 und den dort freige­gebenen Oberflächen ihren Niederschlag finden. Aktuell zeigen sich diese so genannten Stick-Slip-Effekte nur noch bei besonders schwierigen Anwendungen. Dazu gehören zum Beispiel Verbindungselemente mit ex­tre­men Außenträgern. Eine weitere Problemstellung ergibt sich durch die stei­gende Forderung nach Gewichts­re­dukt­ion im Fahr­zeug­bau. Sie führt dazu, dass inzwischen deutlich mehr Leicht­metalle wie Aluminium und Magne­sium ein­gesetzt wer­den. Bei den Unter­kopfauflagen für Schraub­­verbin­dun­gen reicht die Palette dabei von Guss­teilen über gefräste bis hin zu polierten Gegenlagen. Im Gewinde­bereich sind Ein­schrau­b­tiefen in gefurchte Gewin­de mit dreifachem Durch­­­messer zu bedie­nen. Hier führen ho­he Reibungszahlen beim Drehmo­ment-/Dreh­­winkel­anzug zu ho­hen Anzugs­mo­men­ten, die die Kon­troll­grenzen und sogar die Kapazität der einge­setz­ten Schrauber über­schreiten. Der neue Topcoat Delta-Protekt® VH 301.1 GZ wurde speziell für diese Szenarien entwickelt. Die Versiege­lung mit inte­griertem Schmiermittel verhindert in be­son­­ders schwie­­­­rigen Anwen­dungen Stick-Slip-Effekte beim Verbau von Chrom(VI)-freien Oberflächen gegen KTL-be­schich­tete Teile und erreicht auch die Anforderungen zum Warmlöseverhalten. Der neue Topcoat lässt sich zudem pro­blemlos gegen Alu­minium ver­schrau­ben und erfüllt die For­derun­gen der neuen VW-Norm 1131-1/2, wie z.B. den Zweifach-Anzug in die Streck­grenze gegen Aluminium oder den Fünffach-Anzug in KTL. Die neue Oberfläche wurde an diversen Verbaustellen sowohl im Leichtbau als auch bei den genannten schwie­rigen Anwendungen ein­gesetzt und konnte dort die Verbau­pro­bleme lösen. Wie geschmiert
Mit Delta-Lube® 10 stellten die Dörken MKS-Systeme auf der O&S zudem eine neue Nach­­schmie­rung mit multi­funk­tionalen Eigenschaften vor. Das anorganische Material auf wäss­riger Basis wurde speziell für groß dimensionierte Gewin­deteile kon­zipiert, die mit auto­matischen Schraub­syste­men verbaut werden. Das Haupteinsatzgebiet liegt im Nutzfahrzeug-Bereich und hier wurde es auch schon von der MAN Truck & Bus AG in der Werksnorm 183 spezi­fiziert. Die Nachschmierung erzeugt eine trockene, griff­feste Gleit­schicht und gewähr­leistet konstante Gesam­t­reibungszahlen µg mit einem an das VDA-Fenster ange­lehnten Wert zwischen 0,09 und 0,14. Für den Anwender bedeutet das: berechenbare und bezüglich Anzugs­dreh­moment und Klemm­kraft reprodu­zierbare Montage­er­geb­nisse und kür­zere Monta­ge­zeiten. Der Topcoat wird durch Tauch-Schleudern oder Spincoating appli­ziert und an­schließend bei 50°C bis 60°C ca. 15 bis 20 Minuten lang getrocknet.